Chronische Blasenentzündung

ANFRAGE:

Ich bin 47 Jahre und leide seit 3 Jahren an einer chronischen Blasenentzündung mit ständigem Harndrang. Weder eine operative Ausschälung noch verschiedene Medikamente und Antibiotika haben eine Besserung gebracht. Die wiederholten Blasenspiegelungen sind sehr schmerzhaft. Ich wäre Ihnen für Ihren Rat dankbar.

ANTWORT:

Eine kleine Blasenkapazität in Folge von Entzündungen der Harnblasenwand ist die häufigste Ursache für ständigen Harndrang. Wenn, wie in Ihrem Fall, eine bösartige Veränderung durch eine Gewebeprobe ausgeschlossen ist, kann die Untersuchung der Gewebeprobe unter dem Mikroskop die genaue Diagnose erstellen. Auf der Basis dieser Diagnose wird dem Patienten erklärt, wie sich seine Blasenproblematik in der Zukunft entwickeln wird. Zielführend für die Planung der Behandlung ist ein sogenanntes Toilettprotokoll. Die ausurinierten Harnmengen und die Zeitpunkte des Wasserlassen werden über eine ganze Woche aufgezeichnet. Damit kann der Arzt sehr schnell das genaue Fassungsvermögen der Harnblase beurteilen. In seltenen Fällen wird eine sogenannte urodynamische Untersuchung notwendig sein, um noch genaueres über die Funktion von Blase und Harnröhre zu erfahren.

Medikamente die den Blasenmuskel dämpfen, helfen häufig, z. B. Ditropan, Spasmolyt, Detrusitol etc. In vielen Fällen ist auch ein Blasentraining wirksam. Man versucht dabei die Mengen die man in der Blase halten kann langsam zu steigern. Gelingt das, verringert sich die Häufigkeit des Wasserlassens entsprechend.

Eine weitere Möglichkeit der Behandlung ist eine sogenannte funktionelle Elektrostimulation. Hier wird mit Hilfe eines Reizstromtherapiegerätes über Elektroden stimuliert, bei der Frau in der Scheide oder an der Clitoris und beim Mann im Enddarm oder an der Glans Penis.

Damit erreicht man bei vielen Patienten eine Desensibilisierung der überempfindlich gewordenen Nerven der Harnblase.

Doz. Dr. Christian-P. Schmidbauer

Urologe in Wien

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Univ. Prof. Dr. Christian-P. Schmidbauer
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