Prostata – Karzinom

ANFRAGE:

Vor 2 Monaten war eine Gewebeprobe der Prostata positiv, das heißt: Prostatakrebs. Zur Zeit mache ich eine Behandlung mit Injektionen und Tabletten. Mein Urologe empfiehlt mir eine Operation. Gibt es außer der Operation noch andere Behandlungsmöglichkeiten. Hat Rauchen einen Einfluß auf die Prostata?

ANTWORT:

Die einzige sichere Möglichkeit Prostatakrebs nachzuweisen ist die Entnahme einer Gewebeprobe durch Punktion mit einer feinen, fast schmerzlosen, Nadel. Ein Verdacht auf eine bösartige Veränderung der Prostata ergibt sich aus einem erhöhten PSA – Test (Prostata spezifisches Antigen) im Blut und/oder aus einer Verhärtung im Bereich des Prostatagewebes welche durch den tastenden Finger des Arztes erkannt wird.

Ist das Krebswachstum auf die Prostata beschränkt und der Patient jünger als 70 (75) Jahre dann ist die operative radikale Entfernung der Prostata die beste Möglichkeit der Behandlung, denn dann ist eine Heilung möglich, ja sogar wahrscheinlich.

Eine weitere Behandlungsmöglichkeit stellt die Strahlentherapie dar. Auch mit der Strahlenbehandlung kann Prostatakrebs zerstört, oder vorübergehend zum Wachstumstillstand gebracht werden. Ein Problem der Strahlenbehandlung ist die Schwierigkeit den Behandlungserfolg zu überprüfen. Trotz anscheinend erfolgreicher Bestrahlung kann der Prostatakrebs unerkannt weiter wachsen. Obwohl später noch immer eine chirurgische Entfernung möglich ist, hat vielleicht zwischenzeitlich bereits eine Ausbreitung des Tumors stattgefunden. Zusätzlich wird der operative Eingriff durch Veränderungen des Gewebes nach Bestrahlung schwieriger und komplikationsreicher.

Eine Hormonbehandlung ist üblicherweise für den Patienten über 70 Jahre bestimmt, oder bei hohem Operationsrisiko, oder aber bei Patienten bei denen eine radikale Behandlung wegen der Ausdehnung des Tumors nicht in Frage kommt.

Eine hormonelle Vorbehandlung vor einer operativen Entfernung der Prostata wird manchmal versucht um bis zur Operation eine Verkleinerung des Prostatakrebses und der Prostata zu erreichen. Die Überlegungen die hinter dieser Behandlungsform stehen, machen Sinn aber ihr Wert ist wissenschaftlich noch nicht bewiesen.

Derzeit werden auch Hitze- und Vereisungsbehandlungen bei Prostatkrebs erprobt. Ergebnisse dieser klinischen Versuche werden aber erst in einigen Jahren vorliegen.

Eine Häufung von Prostatakrebs ist heute bei Rauchern bewiesen.

Doz. Dr. Christian-P. Schmidbauer

Urologe in Wien

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