Harnröhrenausfluss

ANFRAGE:

Ich habe eine Art Ausfluß und muß etwa alle 1 – 2 Stunden Urinieren und es träufelt immer etwas nach! Das Sekret riecht sehr übel. Ich komme mir vor wie eine wandelnde Stinkbombe. Ich habe das Gefühl, daß mich andere und ich mich selbst nicht mehr riechen kann, ich geniere mich so!

ANTWORT:

Eine vermehrte Sekretion oder auch Ausfluß aus der Harnröhre kann mehrere Ursachen haben; am häufigsten sind sexuell übertragene Krankheiten. Dazu gehört der Tripper (Gonorrhoe), sowie Harnröhrenentzündungen die man meistens unter dem Begriff „nicht -gonorrhoische“ zusammenfaßt. Diese Entzündungen treten meist plötzlich auf, etwa 2 bis 14 Tage nach der Ansteckung bei einem Geschlechtsverkehr. Das Sekret ist gelblich und eitrig manchesmal aber auch weißlich und durchscheinend. Mit einer Antibiotikabehandlung werden die Symptome rasch verschwinden, jedoch muß je nach Erkrankung 1 oder mehrere Tage über das Beschwerdebild hinaus behandelt werden. Ist die Behandlungsdauer zu kurz kommt es häufig zu Wiedererkrankungen oder gar chronischen Infektionen. Beim Mann ist die häufigste Komplikation einer nicht ausbehandelten Harnröhrenentzündung eine Infektion der Prostata, die sogenannte Prostatitis. Erst einmal chronisch geworden ist die Prostataentzündung sehr schwer zu heilen. Die Häufigkeit des Wiederauftretens (Rezidivrate) liegt bei 50 bis 70 %. Meistens erkranken die Männer neuerlich in der feuchten und kalten Jahreszeit. Bleibt die Entzündung auf die Prostata beschränkt kommt es nur manchmal zu einer Sekretion über die Harnröhre. Wenn aber die Harnröhrenschleimhaut miterkrankt ist, wird meistens eine vermehrte Sekretion auftreten. Je nach Erreger ist diese Sekretion gerucharm, oder übelriechend.

Zum Austritt von Prostatasekret kann es durch sexuelle Erregung kommen aber auch ohne Stimulation; es kann z.B. nach längerer Enthaltsamkeit kann eine helle leicht klebige Flüssigkeit über die Harnröhre entweichen (Protatorrhoe). Bei schlechtem Geruch des Sekretes sollte es für die Untersuchung aufgefangen werden. Im gegebenen Fall wird es notwendig sein, das Harnröhrensekret und/oder das Prostatasekret unter dem Mikroskop zu untersuchen. Ein Nachweis für eine Erkrankung mit Bakterien ist wichtig, damit mit dem optimalen Antibiotikum ein rascher Behandlungserfolg erzielt wird.

In schwierigen Fällen ist die Mitarbeit des Patienten gefordert, denn der Untersuchungsweg erfordert oft viel Geduld und zwar von Arzt und Patient.

Doz. Dr. Christian-P. Schmidbauer

Urologe in Wien

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Univ. Prof. Dr. Christian-P. Schmidbauer
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